Besteigung Großglockner 3798m

Zeitraum: Juni 2018

Tag 1: Anreise nach Kals in Tirol - Aufstieg Lucknerhütte (2241m)

In Kals angekommen trete ich mit dem Bergführerbüro in Kontakt und erhalte meine Ausrüstung. Der Beginn der Tour findet am Lucknerhaus (1930m) statt, wo ich mein Auto parke. Am Nachmittag ein gemütlicher Aufstieg zur Lucknerhütte am Fuße des Großglockners. Hier werde ich nach einem leckeren Menü die Nacht verbringen. .

Tag 2: Tagesziel Erzherzog-Johann-Hütte (3450m) - Adlersruhe

Bei Tageseinbruch mache ich mich auf den Weg zur Stüdlhütte (2802m), wo ich meinen Bergführer treffen werde. Es ist bewölkt und immer wieder fällt Schnee. Da ich zeitweise vom Weg abkomme dauert der Anstieg länger als geplant und nimmt mehr Kraft in Anspruch.

Die Landschaft ist toll und zeitweise wecke ich das Interesse von den hier lebenden Murmeltieren. Auf der Stüdlhütte angekommen stärke ich mich mit Tee und einem kleinen Snack. Danach beginnt der anstrengende Abschnitt der Tour, wo man auch auf Hochtourenausrüstung (wie Hüftgurt, Steigeisen, Pickel, etc.) angewiesen ist. Mit meinem Bergführer begehe ich einen Gletscher sowie einen teilweise versicherten Steig.

Die anstrengende Tagesetappe endet Nachmittags mit der Ankunft auf der Adlersruhe, dem Ausgangspunkt für den Gipfelanstieg.

Hier treffe ich meine Seilschaft für den nächsten Tag. Leider konnten meine Kollegen an diesem Morgen aufgrund des schlechten Wetters keinen Gipfelversuch starten. Nach einer Mahlzeit, einem Bier und gemütlichem Beisammensein geht es zeitig in den Schlafraum.

Tag 3: Gipfel Großglockner 3798m

Unser Bergführer weckt uns gegen 4:00 mit einer guten Nachricht. Das Wetter wird zeitweise besser, sodass wir ein Zeitfenster für den Gipfelversuch haben. Nach kurzem Frühstück machen wir uns bereit, draußen ist es still und kalt, jedoch ist der Himmel klar.

Ab der Adlersruhe wird die Tour deutlich anspruchsvoller in Schnee und Eis. Es gibt einige Kletterstellen zur Glocknerscharte und über den schönen Grat zum Gipfel des Großglockners. Um 13:00 erreichen wir den Gipfel. Da wir uns noch in der Vorsaison befinden sind wir ganz allein am Gipfelkreuz und können, beeindruckt vom sensationellen Gipfelpanorama, den Aufenthalt genießen. Diesen müssen wir allerdings aufgrund einer aufziehenden Schlechtwetterfront nach 20 Minuten abbrechen. Der Abstieg gestaltet sich anspruchsvoller als der Aufstieg, doch erreichen wir am Nachmittag glücklich und zufrieden, aber ausgelaugt, wieder die Stüdlhütte. Bei einem Bier verabschieden wir uns und der Abstieg ins Tal beginnt. Der Glockner ist keine gemütliche Anfänger-Tour, im Zweifel sollte man sich lieber einem Bergführer anvertrauen.

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