Besteigung Zugspitze 2962m - via Höllental

Zeitraum: September 2019 - 2 Teilnehmer

Tag 1: Anreise nach Garmisch- Aufstieg Höllentalangerhütte (1378m)

Gegen 14:00 starten wir im Ortsteil Hammersbach unseren Aufstieg zur Höllentalangerhütte. Wir benötigen rund 2,5 Stunden für den steilen Weg der unter anderem durch die schöne Höllentalklamm führt. Leider können wir die Wanderung nicht in vollen Zügen genießen, da das Wetter heute nicht mitspielt. Gegen Nachmittag kommen wir durchnässt an der Höllentalangerhütte an, wo wir uns der Kleidung entledigen und diese im Trockenraum aufbewahren. Nach dem Check-In nehmen wir noch ein ordentliches Abendessen zu uns und gehen zeitig zu Bett. Genächtigt wird hier in einem Mehrbettzimmer, in welchem es im Laufe der Nacht sehr stickig wird.

Tag 2: Tagesziel Gipfel Zugspitze 2962m

Bereits vor Tageseinruch gegen 5:00 stehen wir auf und machen uns, mit Kopflampen ausgestattet, auf den Weg. Nach circa 1,5 Stunden hinauf durch eine Wald- und Felslandschaft machen wir Rast und essen eine Kleinigkeit. Hier kommt auch der Zeitpunkt an dem wir unsere Klettersteigausrüstung anlegen, der erste Teil des Klettersteigs beginnt bei Sonnenaufgang. Mit dem Wetter haben wir heute Glück, es sind lediglich ein paar Wolken am Himmel zu sehen, ansonsten ist es sonnig. Über das Brett, eine glatte versicherte Stelle geht es nach leichter Felskletterei auf einen kleinen Bergrücken. Von hier aus ist schon der Gletscher namens Höllentalferner zu sehen sowie der Gifpel der Zugspitze. Auf dem Buckel machen wir wieder eine kurze Pause, da die letzten Kilometer und Stunden relativ kräftezehrend waren. Nach der Stärkung müssen wir circa 1 Stunde über ein Geröllfeld wandern, den wohl unschönsten Abschnitt der Tour.

Im Anschluss liegt sogleich der Gletscher, hier legen wir wieder Helme und erstmals Steigeisen an. Vorbei an großen Gletscherlöchern- und Spalten endet die Querung an einer Randkluft, die Schlüsselstelle wo sich auch ein kleiner Stau bildet. Nach dem Überschreiten der Kluft sowie der anschließenden steilen Felswand geht es bis zum Gipfel über meist versicherte und relativ einfache Klettersteigpassagen hinauf. Zwischenzeitlich hat man einen wunderschönen Blick hinunter zum Eibsee und dem Höllental, welches man hinter sich lässt. Die letzten Höhenmeter sind nun schon schneebedeckt, den Gipfel erreichen wir gegen 14:00. Die Tour ist allgemein sehr abwechslungsreich und für Geübte gut machbar, jedoch sollte man sie trotzdem nicht unterschätzen.

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